Ein Virtuose in der Vorführung des Ringspiels war der Holländer Richard Ross. Seine Vorführung des Klassikers bei YouTube ist eine Augenweide:
Taubenmagie
Wer an einen Zauberkünstler denkt, dem fällt sofort auch ein Magier ein, der auf der Bühne eine Taube nach der anderen aus dem Nichts erscheinen lässt. Diese Kunstform wirkt auf den Beobachter besonders beeindruckend, denn ein lebendes Tier lässt sich natürlich nicht so leicht verzaubern wie ein unbelebtes Objekt. Generationen von Magiern werden durch die überaus elegante und perfekte Vorführung von Lance Burton beeinflusst, der diesen Act Jahrzehnte lang als eines der Highlights allabendlich in seiner Las Vegas Show präsentierte:
Karten aus dem Nichts
Einer der profiliertesten Karten-Manipulatoren ist sicherlich der Koreaner An Ha Lim. Er hat in der klassischen Kunst der Manipulation mit Spielkarten neue, ungeahnte Effekte und Techniken entwickelt, die ihresgleichen suchen. Das Ganze ist eingebettet in eine ansprechende Choreographie und wird effektvoll von passender Musik untermalt.
Die zersägte / schwebende Dame
Hier eine Vorführung des Zig-Zag-Erfinders Robert Harbin.
Eine moderne Variante der zersägten Dame zeigt der Schweizer Peter Marvey
Eine nicht weniger sehenswerte Version präsentiert der US-Amerikaner Kevin James.
Wer kennt nicht den Effekt, bei dem die Partnerin des Magiers ohne Netz und doppelten Boden durch die Luft schwebt. Eine der schönsten Varianten dieses Klassikers – mit einigen Zusatzeffekten – zeigt der mehrfache Weltmeister der Zauberkunst aus Deutschland Topas.
Nicht weniger berühmt ist die alternative Präsentation des US-Amerikaners David Copperfield.
Eierbeutel
Ein herrliches Spiel mit einem Stoffbeutel und einem Hühnerei. Der Beutel ist zu Beginn leer, und dennoch erscheint aus dem Nichts das Hühnerei. So schnell wie es gekommen ist, verschwindet es auch wieder. Das Ganze wird unter Einbeziehung eines Zuschauers mehrere Male wiederholt, wobei sich das Erscheinen und Verschwinden des Eis immer unmöglicher gestaltet. Der Brite Wayne Dobson zeigt den Trick in einer sehr unterhaltsamen Vorführung:
Fluchtkiste
Auch wenn Geschwindigkeit keine Hexerei ist: Diese Großillusion besticht durch ihre Schnelligkeit: Der Magier schließt seine Assistentin in einer Kiste ein. Mit einem Vorhang bewaffnet besteigert er die Kiste und hebt den Vorhang hoch. Wird er nach wenigen Sekunden wieder herunter genommen, so steht die Partnerin auf der Kiste, und der Magier ist verschwunden. Er findet sich am Ende im Inneren der Kiste. Die bislang schnellste und wohl auch beeindruckendste Version dieses Klassikers zeigten die US-Amerikaner The Pendragons:
Gedankenlesen
Die Mentalmagie, also die Zauberkunst des Geistes, kann viele Effekte zustande bringen: Vorhersagen, Gedächtniswunder, Beeinflussung von Handlungen anderer und eben auch das Gedankenlesen. In den »The Next Uri Geller« Fernsehshows wurden entsprechende Experimente einem breiten Publikum näher gebracht. Einer der populären deutschen Mentalisten ist Thorsten Havener aus München, der u.a. mehrere Male in der TV-Show von Johannes B. Kerner auftrat:
Becherspiel
Eines der ältesten Zauberkunststücke der Welt, ein echter Klassiker. Es gibt wohl kaum einen Zauberkünstler, der diesen Trick nicht schon einstudiert und vorgeführt hat. Drei kleine Korkbälle wandern unter Metallbechern hin und her, vermehren sich und verwandeln sich am Ende in Früchte. Dieser Trick wurde und wird von Gauklern gerne auf der Straße, direkt vor den Augen der staunenden Zuschauer vorgeführt. In diesem Buch haben Sie eine sehr einfache Variante kennengelernt. Eine wunderbare Routine mit zwei Bechern zeigt der Schwede Charlie Caper im klassischen Stil.
Zauber-Weltmeister Jason Latimer (USA) hingegen führt den Trick sogar mit durchsichtigen Bechern vor:
Das Orangenbäumchen
Klassiker müssen nicht notwendigerweise Kunststücke sein, die auch heutzutage regelmäßig zu sehen sind. Ein kleines Wunder stellt das Orangenbäumchen von Robert Houdin dar, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich lebte und als der Vater der modernen Magie gilt. Seine Spezialität waren elegante Kunststücken, optische Illusionen und Mentalmagie. Statt der von Gauklern gewohnten Gewänder favorisierte Robert-Houdin stilsicher zeitgemäße Kleidung und kreierte einen eleganten Stil, der insbesondere intellektuelles Publikum ansprach. Obwohl Robert-Houdin nur elf Jahre als Zauberkünstler tätig war, prägte er das Erscheinungsbild der Zauberkünstler für mehrere Generationen. Eines der Paradekunststücke von Robert-Houdin war das Orangenbäumchen, das der populäre britische Zauberkünstler Paul Daniels in dieser Vorführung zeitgemäß wiederbelebte: